Typografie verfolgt ein Ziel
Ein typografisches Werk dient der Vermittlung von Information. Daher muss sich die
Typografie am Inhalt sowie am Ziel des abgebildeten Textes ausrichten.
Dadurch wird ein korrekt gesetzter Text der Aussage entsprechend unterstützt.
Je nachdem, für welche Leseart ein Text aufbereitet wird, muss er verschiedenen Kriterien gerecht werden. So kann der selbe Inhalt für informierendes vollkommen anders aussehen als für konsultierendes Lesen.
Unterschieden werden grundsätzlich acht Typografieformen:
Typografie für lineares (z.B. Roman), informierendes (z.B. bei Tageszeitungen und Zeitschriften), konsultierendes (z.B. Lexikon) und selektierendes Lesen (z.B. Schulbuch) sowie Typografie nach Sinnschritten (z.B. Kinderbücher), differenzierende (z.B. Dramensatz), aktivierende (z.B. Magazin) und inszenierende Typografie (z.B. kommerzielle Anwendung).
Für einen im Satz ausgebildeten Typografen ist daher das Erkennen, um welche Leseart es sich handelt nur ein erster Schritt, um sein ganzes Wissen und Können handwerklich, kreativ und zielgerichtet einzusetzen.